TIME FOR A CHANGE | Muss ich mich verkaufen?

Lex Tyler © Melanie Asböck | Melusina

Seitdem ich meinen “Blog“ gestartet habe, beschäftige ich mich viel damit, wohin er sich entwickeln könnte. Es steht wie folgt im Hauptfokus meine Selbstfindung, bestimmte Ziele zu erreichen und der Spaß am Schreiben. Dennoch habe ich gemerkt, ich würde mich gern noch mehr austoben und mich euch noch facettenreicher mitteilen, um so auch meine Hobbys und Interessen mehr in den Blog mit einzubeziehen.

Ich erhalte öfters Direct-Messages sowie Kommentare auf Instagram und auch einige FreundInnen sind sich einig, ich solle mich dem Thema Mode direkter widmen. Doch hier liegt mein großes Problem: Genauso wie ich meinem Leben momentan versuche mehr Struktur zu geben, ist mein Style auch noch in seiner Selbstfindungsphase. Mitunter ist dies der Grund, warum ich mich zum aktuellen Zeitpunkt nicht “trauen“ würde, eine eigene Fashion-Kategorie auf meinem Blog einzuführen. Denn momentan hab ich nicht nur einen einzigen “Style“. Egal ob ich gestern noch der perfekt geschniegelte Schwiegersohn war – heute darf es mal der zerzauste Rockstar sein. Zwar bin ich sehr Mode-affin und weiß meistens, was gerade „modern“ ist, Rücksicht nehme ich darauf aber meistens keine. Ich kaufe Dinge nicht, weil die coolen Kids sie tragen, sondern weil sie meinen eigenen Geschmack treffen.

Lex Tyler © Melanie Asböck | Melusina

Bin ich somit die richtige Person um euch Modetipps zu geben, wenn ich eigentlich nicht nach gängigen Trends gehe, sondern schlichtweg das anziehe was mir (vor allem situationsbedingt) gefällt und dabei noch nicht mal den ganz perfekten „Lex-Style“ erschaffen habe?

Passt nicht? Gibt’s nicht.

Auch wenn ich mich für Mode interessiere, mich hier und da auf Fashion Weeks blicken lasse und die GQ seit meinem 13. Lebensjahr monatlich lese, will ich nicht auf jeden Zug aufspringen, nur weil ein Beitrag darüber angeblich mehr Klicks bringt. Ich mache mir zum Beispiel nichts daraus, wie angesagt oder exklusiv die bisher erschienenen „Yeezys“-Schuhe waren. Die Treter haben mir schlicht und einfach nicht zugesagt, demnach würde ich sie auch nicht tragen.

Obendrein finde ich, es schreiben insgesamt viel zu viele Leute über Kleidung, die nicht wirken, als hätten sie besonders viel Ahnung davon. Früher waren Modeblogger Leute, die komplett eigene Styles hatten, Trends für sich selbst kreiert haben anstatt anderen zu folgen und mit ihren ausgefallenen Looks aus der Masse herausgestochen sind. Heute reicht ein einfarbiger Pulli kombiniert mit Jeans, eine Hausmauer und ein schöner Fotoeffekt und schon ist man ModeexpertIn.

Lex Tyler © Melanie Asböck | Melusina

Mittel zum Zweck

Immer wieder höre ich diverse KollegInnen jammern, wie mühsam es sei, Beiträge zu verfassen und sich aufregen, wieso sie nicht täglich irgendwelche fancy Einladungen oder gratis Produkte bekommen – diesbezüglich bin ich anders. Tatsächlich gehöre ich zu der seltenen Kategorie Blogger, die gerne schreiben und um ehrlich zu sein: Ich fühle mich auf den meisten Blogger-Events eigentlich eher fehl am Platz. Dafür kann man sich bei mir sicher sein: Die Marken in denen ich mich auf meinem Blog zeige, die Veranstaltungen auf die ich euch in meinen InstaStories mitnehme, sowie die Kooperationen die ich eingehen werde, sind ehrlich nach meinem Geschmack ausgewählt und tatsächlich etwas, das mich auch privat interessiert.

Dennoch: Change gonna come!

Ich denke laufend über neue Kategorien nach und neben meinen erscheinenden „Top 5“ Beiträgen, wird es auch bald ein wenig voller unter der Kategorie „People“. Wenn euch meine Looks auch weiterhin gefallen, freue ich mich auch in Zukunft über euer Feedback und gebe natürlich auch weiterhin gerne Auskunft – hierfür habe ich jetzt auch ein Lookbook Profil angelegt, wo ich meine Outfits und die Details dazu posten werde. Wen es interessiert, ist sehr herzlich dazu eingeladen, mir auch dort zu folgen.

Ich sage aber schon mal vorweg: Die meisten cooleren Teile meiner Outfits sind entweder aus Secondhand Läden oder Vintage aus dem Kleiderschrank meines Vaters.

Lex Tyler © Melanie Asböck | Melusina

Was sich ebenfalls auf meinem Blog tun wird ist, dass ich ein wenig Lifestyle-lastiger sein will. Meine gängige Lebensveränderung wird das Thema Mode sicher noch ein paar Mal streifen. Dazu kommen auch andere Themen wie meine Ernährungsumstellung, meine Musik und die generell Dinge rund um meinen Körper. Ich kann mir vorstellen, auch YouTube in Zukunft mehr mit einzubeziehen. Außerdem spiele ich momentan immer öfter mit dem Gedanken, einen Wohnortswechsel anzuvisieren – dazu aber erst mehr, sobald es spruchreif und tatsächlich umgesetzt wird. Meine Beiträge werden also weiterhin mein Leben dokumentieren und ich versuche damit auch zukünftig zu inspirieren und motivieren. Und um noch einmal auf das anfängliche Thema Mode zurück zu kommen: Sobald ich meinen ganz persönlichen Stil gefunden habe, werde ich sicher nochmal über eine eigene Fashion-Kategorie nachdenken.

Let me know: Welche Themen soll ich deiner Meinung nach mehr in meine Beiträge einbeziehen?
Worüber würdest du hier gern mehr lesen? Ich freu mich auf dein Feedback in den Kommentaren.


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© Melanie Asböck | Melusina
Website: www.melusina.at
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10 Replies to “TIME FOR A CHANGE | Muss ich mich verkaufen?”

  1. Obendrein finde ich, es schreiben insgesamt viel zu viele Leute über Kleidung, die nicht wirken, als hätten sie besonders viel Ahnung davon. Früher waren Modeblogger Leute, die komplett eigene Styles hatten, Trends für sich selbst kreiert haben anstatt anderen zu folgen und mit ihren ausgefallenen Looks aus der Masse herausgestochen sind. Heute reicht ein einfarbiger Pulli kombiniert mit Jeans, eine Hausmauer und ein schöner Fotoeffekt und schon ist man ModeexpertIn.

    GEIL! Auch ich kann Modeexpertin werden!
    Nein, Spaß beiseite – es stimmt. Etwas.

    Aber ich finde gerade, wenn du in der Findungsphase bist, ist das Dokumentieren deiner Styles doch interessant? Hätte ich eine Findungsphase und würde nicht seit 29 Jahren immer das Gleiche einkaufen, würde ich es toll finden, irgendwann ein Archiv zu haben, indem ich stöbern kann (und vll sich selbst zu inspirieren)

    Worüber du schreiben solltest?
    Darüber was dir unter den Fingernägeln brennt!
    Wer nicht Schuhe kauft, nur weil sie Trend sind, braucht auch nicht nur über was schreiben, nur weil jemand darüber gerne was lesen mag 😉

  2. Mach einfach so weiter und schreibe worüber, was dir gefällt, was dich bewegt und was du denkst. Es müssen ja nicht immer (Mode-)Tipps sein. Interessant ist zum Beispiel auch deine Meinung zu speziellen Trends oder einfach über deine Hobbys, Reisen etc. Es muss sich ja nicht immer alles um Mode drehen 😉

    Alles Liebe Marie

  3. Sehr cooler Blogpost. Du spricht wahrscheinlich vielen Bloggern aus der Seele, die schon lange dabei sind. Ich habe meinen ersten Blog 2010 gestartet und da tickten die Uhren wirklich noch ganz anders. Mit heute kann man das gar nicht mehr vergleichen…. Worüber Du schreiben sollst? Naja, einfach über das, was Dich interessiert und beschäftigt, so wie dieser Blogpost zum Beispiel.

    Viele Grüße,
    Ivy

  4. Wo soll ich nur anfangen…
    Zu Beginn: Ich bin unfassbar dankbar für einige Dinge die du in deinem Beitrag angesprochen hast!
    Ich persönlich war auch einige Zeit in einem absoluten Zwiespalt und habe Wochen lang überlegt worauf ich meinen Fokus legen möchte. Fashion ist meines Erachtens nach ein kritisches Thema, da sich heutzutage jeder 2. als Fashionblogger betitelt, sobald er nur 500 Follower auf Instagram hat und sich, wie du schon sagtest, mit Basic Style vor eine weiße Wand stellt.
    Die ganze Sache einfach an Reiz verloren…
    Da ich jedoch ein bisschen Fashion Addicted bin habe ich mir überlegt in Form einer Lookbook Kampagne in den kommenden Monaten das Ganze Thema mit wichtigen Werten zu kombinieren. Ein Lookbook, was etwas ausdrückt eben…
    Ich habe mir Werte gesetzt, mit denen ich meine Leser erreichen möchte.
    Das ist und bleibt der Fokus von Soulsdesire: Den Sachen Ausdruck verleihen.

    Zum Sachen Style und Selbstfindung: Gerade die Tatsache, dass du dich in Sachen Style vielmehr ausprobierst als andere finde ich bemerkenswert. Das ist letztendlich der Schlüssel dazu sich von anderen Fashionbloggern abzugrenzen.
    Ich persönlich finde deinen Blog ziemlich gut und würde dich keineswegs in die Schiene der 0815 Fashionblogger packen!
    Deinen Weg wirst du jedenfalls gehen, da bin ich mir sicher ☺️

    Ich wünsche dir für deinen Blog weiterhin alles Liebe und denke, dass ich auch in Zukunft des Öfteren mal vorbeischauen werde ✨

    Liebst, Malin

  5. Ich finde auch Lifestylethemen auf Modeblogs super spannend!

  6. Ich finde ein noch nicht gefundener Stil ist kein Grund seine Mode nicht abzulichten. Immerhin geht es auf deinem Blog doch um dich, nicht darum, dass du jetzt plötzlich nur noch der coole Rockstar bis und nicht mehr der geschniegelte Schwiegersohn. Ich mag solche Varianz auf Blogs immer sehr gerne.
    Liebe Grüße,
    Leni 🙂
    http://www.sinnessuche.de

  7. Mir gefällt das, was Du schreibst und mir gefallen Deine Outfits. Persönlich gehen mir auch die Themen auf meinem Blog nie aus und ich habe eher Schwierigkeiten alles unterzubringen, was mir so im Kopf rumgeht.
    Mach einfach weiter so.
    Liebe Grüße
    Anja Von Castlemaker.de

  8. Klar ist man noch in der Findungsphase, aber dennoch zeichnet sich immer ein gewisser roten Faden durch seine verschiedenen „Stile“. Es wäre auch langweilig, wenn man nicht wandlungsfähig ist und mehr oder weniger immer dasgleiche trägt. Außerdem zeichnet Kleidung sehr viel aus und zeigt nach außen wie man sich z.B. fühlt.

    Ich gebe dir Recht, die coolsten Teile sind wirklich die, die man oft Second Hand kauft, schon lange oder „vererbt“ bekommen hat. (Dein Post inspiriert mich gerade zu einem eigenen neuen btw.)
    Und ich finde auch, dass viele wenig Ahnung haben, was Mode sein kann. Sie ist mehr als ein hipper Pulli und ein schöner Filter. Naja, so kann man aber anscheinend mehr erreichen 🙂 Ich hab meinen Blog aber auch eher für mich selbst zum Leben erweckt, weil ich auch gerne schreibe und gerne Gedanken verschriftliche.

    Liebe Grüße
    Jana von http://rosegoldelectra.wordpress.com

  9. Ich finde es toll, dass du dir so viele Gedanken machst! Aber ich denke, die Kategorien, die deinen Blog füllen sollen, können nur von dir selbst kommen.. Hör in dich hinein: Was sind die Dinge, über die du gerne schreiben würdest – wo hast du etwas zu erzählen? Zum Thema Mode: Mir gefällt dein Style und du hast Recht, es gibt viel zu viele „Modeblogger“ die eigentlich gar keine sind 🙂 Wenn du Magenschmerzen beim Thema Fashionblogger und Outfits bekommst, dann lass es lieber bleiben… Eine Idee, die mir beim Lesen gekommen ist: Du kannst ja durchaus Fashion Fotos von dir machen (so wie diese in dem Post) und sie in einen anderen Kontext stellen.. sie eignen sich gut für persönliche Posts oder Gedanken/Gedichte etc. Vielleicht ist dies eine Variante für dich?

    **Ani**

    http://www.kingandstars.com

  10. Ich möchte dich ermutigen, ganz das zu machen, und darüber zu schreiben, was DIR wichtig ist! Es gibt zig tausende Blogs, die irgnedwie alle nur das gleiche bieten. Überall Mode und ähnliche Themen, ich finde das sehr langweilig. Ich lasse mich auch für Mode nicht auf einemk Blog inspirieren. Mich interessieren Beiträge, die von einem ganz individuellen, einzigartigen Menschen zeugen, der etwas in der Welt zu sagen hat, etwas einzigartiges. Verkaufe dich auf keinen Fall und spring nicht auf diesen Zug auf. Dann bleibst du auch etwas Einzigartiges! (-;

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