HATERS GONNA HATE | Von Kritikern und Gossip Girls

Lex Tyler © Melanie Asböck | Melusina

Wir kennen es doch alle: Wir brauchen einen Ratschlag oder wollen, dass jemand die eigene Ansicht bestärkt. Gerade wenn wir etwas umsetzen oder verändern wollen und vor einer Entscheidung stehen, bietet es sich an diverse Meinungen als Beistand einzuholen. Doch kaum nach diesen gefragt, haben wir es kurz darauf schon bereut. Denn hier schießt oft keine Bestätigung und kein nettes Wort zurück, sondern eher Ablehnung oder Kritik! Kommt vor, passiert… ist man eben nicht einer Meinung, so what? Wir haben gefragt und müssen nun damit umgehen, nicht das zu hören, was wir hören wollten. Oft kommt es jedoch vor, dass Leute völlig ungefragt ihren sauren Senf dazu geben. Dafür musst du nicht mal die Wohnung verlassen, das geht auch ganz bequem vor dem Bildschirm deines Computers oder Handys.

Schluss mit Gossip Girls und Casting Shows

Ich habe mich oft gefragt, warum einem so viele Personen ihre – vor allem negative – Meinung immer so aufdrängen müssen. Eine Zeit lang war ich davon überzeugt, dass sei deshalb, weil ihnen als Kind einmal zu oft oder zu selten gesagt wurde, sie seien etwas Besonderes. Doch ist in Wahrheit nicht unsere gesamte Gesellschaft mitverantwortlich, die darauf ausgelegt ist, ständig alles und jeden zu bewerten? Auf Facebook kannst du „Likes“ vergeben, auf Tinder darfst du anhand von Optik bewerten, ob jemand zu dir passt, im Fernsehen feiern sich seit Jahren TV Shows als Quotenhits, in denen sich Personen von Jurys fertigmachen lassen dürfen und in TV-Serien sind Gossip Girls ‚die Coolen‘, weil sie sich bei Machtspielchen gegenseitig das Leben schwermachen.

Lex Tyler © Melanie Asböck | Melusina

Es war einmal auf dem Pausenhof…

„Anders sein“ war besonders in der Schule ein absolutes No Go. Menschlichkeit noch weniger „In“. Und Begeisterung für etwas haben? Todesurteil. Pass dich an oder du bist der Feind! Erinnern wir uns gemeinsam zurück… Es gab SchülerInnen, die hatten über jeden etwas Schlechtes zu sagen. Über das stylische Mädchen, das sich für Mode interessiert: „Die Alte will nur Aufmerksamkeit, sonst würde sie nicht so aufgetakelt rumlaufen – und btw ihre Brüste sind sicher nicht echt“. Über den überdurchschnittlich guten Schüler: „Der lernt ja alles auswendig, das kann ich auch, wenn ich kein Leben habe und nur zu Hause herumsitze“. Und für den ambitionierten Sportler gab’s ebenfalls eine Portion Kritik: „Das ist ja sicher nicht mehr gesund und die Muskeln schauen auch nicht mehr gut aus.“.

Auch ich sollte mich damals am Pausenhof dem Gossip-Adel unterwerfen. Nachdem ich optisch schon nicht dem stereotypischen Alphamann entspreche, habe ich es nämlich zusätzlich „gewagt“ ein uncooles Hobby zu haben: damals wie heute liebe ich es zu singen! Meine “Jurywertung“ fiel dementsprechend mies aus: „Der ist doch bloß so ein Wannabe-Star! Megapeinlich, dass er bei Gesangswettbewerben mitmacht und seinen Singsang dann auch noch ins Internet stellt. Glaubt er, dadurch nimmt ihn irgendwer von uns ernst? So was muss man einfach verarschen“. Das Erstaunliche ist, diesen Menschen war teilweise nicht mal bewusst, wie bösartig sie gewesen sind. Gleichzeitig dürfte mir wohl entgangen sein, dass sie jemand nach ihrer Meinung gefragt hat. Aber halt, da fragte ja gar keiner!

Ich bin mir sicher, einige von diesen übereifrigen Kritikern lesen auch hier und da meinen Blog, um sich darüber auszulassen: Herzlich willkommen! Brav weiterlesen, der Beitrag gibt euch sicher noch genug Stoff zum Ver- und beurteilen.

Lex Tyler © Melanie Asböck | Melusina

Will ich es überhaupt jedem Recht machen?

Leute wollen mir auch immer wieder ihre „gut gemeinten Ratschläge“ oder „wichtigen Meinungen“ aufs Auge drücken. Von: „Die Jacke kannst du nicht tragen, wer zieht denn sowas an?“, bis hin zu: „Als Österreicher wirst du es nie schaffen, es musikalisch oder als Blogger zu etwas zu bringen. Mach lieber etwas G’scheites“. Sind diese Äußerungen wirklich von Bedeutung oder gelingt es ihnen einfach nur nicht, ihre unbedachten Hirnrülpser für sich zu behalten?

Früher habe ich mir sehr viel aus solchen Meinungen gemacht. Um genau zu sein, habe ich mich nach diesen Beurteilungen gesehnt, denn sie haben mir Entscheidungen abgenommen. Gleichzeitig ließ es sich dabei aber nicht vermeiden, dass ich mich unglücklich als Mitläufer wiederfand. Irgendwann musste ich feststellen, dass die meisten Personen die ständig ihren Mund offen haben, nicht mal vom Fach sind und darüber hinaus, oft auch unzufrieden mit sich selbst sind. Warum soll ich mir zum Beispiel Modeberatung von jemanden geben lassen, dessen Modeentscheidungen mir selbst nicht zusagen? Oder mir Lebenstipps von Leuten auftischen lassen, deren Leben für mir nicht als Inspiration gilt? Das ist wie mit diesen Dauersingles, die ständig Dating- und Liebes-Ratschläge abgeben, während sie aber selbst keine einzige Beziehung auf die Reihe bekommen.

Lex Tyler © Melanie Asböck | Melusina

Ein guter Vorsatz…

Es wird immer Leute geben, denen nicht gefällt, was ihr tut, die euch lieber unten am Boden als oben auf der Erfolgswelle sehen wollen – und auch immer welche, die versuchen werden euch jedes Mal, wenn ihr aufsteht, wieder zum Hinfallen zu bringen. Wisst ihr wieso? Weil sie Angst haben. Angst, dass ihr über ihnen stehen könntet. Angst, dass ihr etwas erlebt, das sie verpassen. Angst, dass ihr mit eurem Hobby etwas erreicht, während sie sich nicht trauen zu ihrem zu stehen. Man greift nur etwas an, wovon man sich bedroht fühlt, welchen Grund hätte man sonst?

Wenn ich unzufrieden mit etwas in meinem Leben bin, dann muss ich selbst entscheiden, ob und wie ich es verändere. Ich werde mir in Zukunft abgewöhnen, andere nach ihren Meinungen zu fragen und versuchen ungefragte negative Kritik zu akzeptieren, aber mir nicht mehr zu Herzen zu nehmen. Als zusätzlichen Schritt auf meiner Reise zur „Person die ich sein will“, habe ich mir vorgenommen, die Negativität anderer nicht mehr als Stein auf meinem Weg zu sehen, sondern zu versuchen diese zu umgehen. Ist es nicht eigentlich egal was andere, „unwichtige“ Leute von uns denken, wenn wir Entscheidungen doch im Grunde für uns selbst treffen?

Lex Tyler © Melanie Asböck | Melusina

Mein Schlusswort an die Hater:

Ich habe mir lang überlegt, ob ich hier jetzt auf Gegenangriff gehen oder mich rechtfertigen soll… aber nein… Nur zu, hasse mich, bitche und urteile über mich und vergiss nicht mir negative Nachrichten und Kommentare zu hinterlassen. Warum? Weil du mir damit Aufmerksamkeit und Bestätigung gibst. Ihr könnt euch das Maul über meine Beiträge, meine Fotos oder meine ganze Person zerreißen, meine Musik und bisherigen Youtube Videos scheiße finden, meinen Style zu langweilig, meinen Körper zu dünn und meine Haare zu „out“ – im Grunde interessiert es mich nicht – ich mache das alles nicht für euch, sondern für mich. Und wie ich sehe, dürfte ich dabei einiges richtig machen – ihr habt den Beitrag bis hier her gelesen, um auch ja nichts zu verpassen 😉

Alles was ich sonst noch im Beitrag vergessen habe zu sagen, findet ihr in folgenden Songs:

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© Melanie Asböck | Melusina
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8 Replies to “HATERS GONNA HATE | Von Kritikern und Gossip Girls”

  1. Sehr cooler Beitrag und ich denke es sollte davon noch viel mehr geben, um genau diese Gossip Girls zu erreichen, die anderen das Leben schwer machen.
    Ja, „Gossip Girls“ in Fernsehserien sind schau ich mir gerne an, aber im wahren Leben will ich sie nicht haben. Da sind mir ehrliche Menschen lieber.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  2. Hey, toller Beitrag auch wenn ich die Gossip Girls nicht kenne. Ich lese gerne bei Dir.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  3. Halloooo 🙂
    Der Beitrag gefällt mir sehr gut. Leider gibt es überall Kritiker und Hater. Es ist quasi unmöglich, es allen Leuten Recht zu machen. Aber das muss man ja auch nicht! 🙂

    Viele Grüße,
    Ivy

    ivonneherder.com

  4. Ganz toller Beitrag, jedes Wort kann ich so unterschreiben (und das obwohl ich wirklich großer Fan von gossip girl war 😉

    Egal was und worüber man schreibt, die kleinen Hatenasen sitzen immer wie Trüffelschweine vor ihren Handys und suchen nach Ecken und Kanten um einem das Geschriebene um die Ohren zu hauen. Ich sags dir ehrlich: lass uns den Schweinchen immer genug Futter bieten. Soll sich ja niemand langweilen 😉

    Liebe Grüße aus Dubai
    Luisa

  5. Wow, richtig gut geschrieben! Und das kann ich so gut nachvollziehen – ich habe mir soooo lange etwas aus der Meinung gewisser Mitschüler gemacht, sogar letztes Jahr habe ich irgendwann gemerkt, dass es mir irgendwie wichtig war. 5 Jahre nach dem Abi! Und ich erinnere mich ganz genau an diesen Moment, an dem ich dachte Scheiß drauf, ich bin hier gerade in New York,liebe meinen Job und eigentlich geht es doch nur darum, wie es mir geht. 🙂

  6. Ich stimme dir so zu!! Ich hatte auch vor kurzem erst einen kleinen Shitstorm von einer Seite, die sich über Influencer lustig macht. Die sind so unter die Gürtellinie gegangen, das war unglaublich.

  7. Word! Man kommt mit sich selbst und seiner Arbeit viel weiter, wenn man nicht auf alle hört, die immer nur kritisieren und einen schlecht machen wollen. Es ist ja oft so, dass viele mit ihrem eigenen Leben unglücklich sind und das Leben anderer mies machen wollen, weil die ihren Weg gefunden haben.
    Die Serie „Gossip Girl“ liebe ich, aber im echten Leben? – Nein, danke!

    Liebe Grüße
    Jana von rosegoldelectra.wordpress.com

  8. Ich fühle mit dir, ich hasse es, wenn jemand mir ungefragt seine Kritik aufdrängt. Wenn ich danach frage, muss ich damit umgehen können – fair enough. Aber ein richtiger Experte oder Fachmann, wird sich niemals direkt aufdrängen. Man kann sich seinen Teil ja auch denken.
    Mir passierts in meinem Freundes- und Bekanntenkreis oft, dass ich für meine Outfits kritisiert oder sogar ausgelacht werde, habe mir aber ebenfalls abgewöhnt, auf Leute zu hören, die Mode nicht verstehen oder damit nichts am Hut haben.
    Mach weiter, denn wie du sagst, du machst das hier für dich und nicht für andere. Bevor sie nicht in deinen Schuhen gelaufen sind, dürfen sie auch nicht über ich urteilen.

    LG, Sabrina 🙂

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